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herausgegeben vom Förderverein Schlesisches Museum zu Görlitz – Landesmuseum Schlesien e.V.

Zum Gedenken

In den vergangenen beiden Monaten haben uns die traurigen Nachrichten vom Tod zweier Persönlichkeiten erreicht, deren Beschäftigung mit der Geschichte und Kultur Schlesiens eine breite und nachhaltige Wirkung entfaltet hat. Beide waren auch Mitglieder im Verein der Freunde und Förderer des Schlesischen Museums. Im Oktober ist im Alter von 79 Jahren Dr. Angelika Marsch in Hamburg verstorben. Sie hat sich einen Namen gemacht mit zahlreichen Publikationen und Vorträgen über Ansichten (Veduten) von Schlesien, u. a. hat sie sich intensiv mit dem Lebenswerk des schlesischen Ansichtenzeichners Friedrich Bernhard Werner beschäftigt. Eine kulturhistorische Sensation war die Entdeckung eines Albums von 50 Städteansichten in der Würzburger Universitätsbibliothek, das sie unter dem Titel „Die Reisebilder Pfalzgraf Ottheinrichs aus den Jahren 1536/37“ publiziert hat.

Im November ist Dr. Horst Berndt in Alfeld/Leine verstorben. Er war lange Jahre Vor-sitzender des Vereins zur Pflege schlesischer Kunst und Kultur (VSK) und hat entscheidend zur Entwicklung des Kulturzentrums auf Schloss Lomnitz beigetragen. Seine profunden Kenntnisse über Schlesien hat er bei verschiedensten Gelegenheiten vielen Freunden Schlesiens vermittelt, am liebsten aber wohl und in einzigartiger Weise als Reiseführer auf seinen legendären Schlesienreisen. Anfang Oktober habe ich ihn noch in Lomnitz getroffen, er war ganz erfüllt von der Ehrung die ihm an jenem Tag von seiner alten Schule in Hirschberg (er war Jahrgang 1932) für seine Verdienste zuteil geworden war, die er sich als Oberstudiendirektor für den Schüleraustausch zwischen Hirschberg und Alfeld erworben hatte.

Klaus Schneider