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Das Ende Karls XII.

Plan der Schlacht von Poltawa am 8.7.1709; Kupferstich, 18. Jh.

 

Schon vor der entscheidenden Schlacht waren die Truppen Karls XII. durch Winter, Seuchen und russische Überfälle stark dezimiert. Die erwartete Vereinigung der schwedischen Armee mit gegen den Zaren rebellierenden Kosaken fand nicht statt. Karl selbst war verletzt.

Am 1.9.1707 brachen die schwedischen Truppen in Sachsen auf und zogen in den Krieg gegen Russland. Dabei passierten sie erneut Schlesien, wo man ihnen einen triumphalen Empfang bereitete.

Der Russlandfeldzug Karls XII. endete am 8.7.1709 in der Schlacht bei Poltawa mit einer Katastrophe. Karl floh an den Hof des osmanischen Sultans. Wiederum tauchten schwedische Soldaten in Breslau auf - auf der Flucht, erschöpft und heruntergekommen.

Von der Niederlage in Russland erholte sich Karl nicht mehr. Seine alten Gegner Dänemark, Russland, Sachsen, Preußen und Hannover machten sich nun daran, die schwedischen Besitzungen an der Ostsee unter sich aufzuteilen. Karl selbst kam 1718 bei einem Feldzug in Norwegen ums Leben. In mehreren Friedensschlüssen zwischen 1719 und 1721 wurde der Große Nordische Krieg beendet. Russland löste Schweden als Ostsee-Großmacht ab. 

Kavalleriedegen und Wehrgehänge König Karls XII. von Schweden, um 1700, Stahlklinge, Gefäß aus vergoldetem Messing, Wehrgehänge aus Wildleder und Seide, mit vergoldeten Messingbeschlägen

 

Karl XII. schenkte Degen und Wehrgehänge nach der Schlacht bei Krakau im Juli 1702 einem entlassenen gefangenen sächsischen Offizier, der beides der Rüstkammer Augusts des Starken vermachte.

 

Leihgabe: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Rüstkammer

Paar Steinschlosspistolen, Eisen, Nussbaumholz, Pieter Starbus, Stockholm, um 1710

 

Die Pistolen wurden August dem Starken 1721 von einem schwedischen Offizier geschenkt. Die Inschrift auf der Silberplatte lautet: „Diese Pistohlen haben Ihr: Majt. der König in Schweden Carolus XII. geführet, alß Selbige in Monath Decb: 1718. vor Friedrichshall in Norwegen geblieben.“

 

Leihgabe: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Rüstkammer

„Totenmaske“ Karls XII., Eisen

 

Wahrscheinlich handelt es sich bei der in Schloss Altranstädt aufbewahrten „Totenmaske“ um eine der zahlreichen Kopien des Wachsmodells von Schloss Skokloster (bei Stockholm). Dieses stellt keine echte Totenmaske dar, sondern dürfte nach dem Antlitz des toten Königs modelliert worden sein.

 

Leihgabe: Förderverein Schloss Altranstädt e.V.