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Karl XII. in Sachsen

Die Abgeordneten von Leipzig übergeben die Schlüssel der Stadt an Karl XII., Kupferstich, 18. Jh.

 

In vielen Städten Sachsens wurden schwedische Truppen einquartiert. Anders als während des Dreißigjährigen Krieges soll es zu keinen Ausschreitungen gegen die Zivilbevölkerung gekommen sein.

Nach mehreren schwedischen Siegen über die Truppen Augusts des Starken griff Karl XII. den sächsischen Kurfürsten in seinem Stammland an. Auf dem Marsch nach Sachsen durchquerte die schwedische Armee im August 1706 Schlesien. Dabei wurde Karl mit der Situation der schlesischen Protestanten konfrontiert.

Beim Durchzug durch die Oberlausitz mussten die dortigen Stände den Schweden Verpflegung und Kontributionen stellen.

Sein Hauptquartier nahm Karl in Altranstädt bei Leipzig. Hier zwang er August zu einem Frieden und zum Verzicht auf die polnische Krone.

Nach einem Jahr in Sachsen hatte Karl seine Truppenstärke fast verdoppelt und seine Soldaten für den geplanten Kriegszug gegen Russland neu eingekleidet und bewaffnet.

Frieden von Altranstädt, 24.9.1706

 

Nach der Niederlage Sachsens bei Fraustadt und dem Einmarsch der Schweden unterzeichneten die Unterhändler Augusts des Starken einen Friedensvertrag. Er selbst ratifizierte den Vertrag, der seinen Verzicht auf die Krone Polens enthielt, allerdings erst im Januar 1707.

 

© Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv Dresden