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Dreißigjähriger Krieg und Westfälischer Frieden

Schlacht bei Liegnitz, Kupferstich aus dem „Theatrum Europaeum“ von Matthäus Merian, Frankfurt am Main 1670

Schlesien war einer der Hauptschauplätze des Dreißigjährigen Krieges. Am 13. Mai 1634 siegte ein kursächsisches Heer vor den Toren von Liegnitz über die Kaiserlichen.

Im Laufe des 16. Jahrhunderts war Schlesien fast vollständig evangelisch geworden. Gegen alle Bemühungen, das Land für die Papstkirche zurückzugewinnen, setzten sich die schlesischen Stände erfolgreich zur Wehr. 1609 musste ihnen Kaiser Rudolph II. im „Majestätsbrief“ freie Religionsausübung gewähren. Vom Kaiser gefördert kam die Gegenreformation in Schlesien erst im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges voran. Politischer Druck und Waffengewalt kamen dabei zur Anwendung.

Der Westfälische Friede bestätigte das Recht des Kaisers, das Bekenntnis seiner Untertanen zu bestimmen. Über 600 Kirchen wurden in Schlesien geschlossen, die Pastoren vertrieben. Nur in Breslau und in den Gebieten, in denen protestantische Fürsten herrschten, blieb evangelischer Gottesdienst zunächst gestattet. Dagegen sollten in den Erbfürstentümern, die dem Kaiser unterstanden, lediglich drei neu gebaute evangelische Kirchen erhaIten bleiben.

Westfälischer Frieden (Frieden von Osnabrück), 24.10.1648

Der Westfälische Friede regelte im Detail die konfessionellen Angelegenheiten in Schlesien. Nur in den Fürstentümern Liegnitz, Brieg, Wohlau, Oels-Bernstadt und der Stadt Breslau wurde den Protestanten freie Religionsausübung zugestanden.

Leihgabe: Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv Dresden

Die schwedischen Könige Gustav II. Adolf (1594-1632) und Karl XII. am Christusfelsen, Kupferstich von Josef Friedrich Leopold, Anfang 18. Jh.

Gustav Adolf wurde als Beschützer der deutschen Protestanten verehrt. Karl XII. eiferte ihm auch hierin nach, als er die Nachfolge des großen Schwedenkönigs antrat.