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Willi Oltmanns (1905-1979): „Tauwetter“, 1937, Öl/Malgrund, SMG 

Vortragsabend des Vereins

„Das besondere Objekt“

Für den 3. April 2008 hatte der Verein der Freunde und Förderer wieder zu einem Vortragsabend unter der Überschrift „Das besondere Objekt“ eingeladen.

Frau Dr. Johanna Brade, Kunsthistorikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Schlesischen Museum, stellte das Gemälde "Tauwetter" von Willi Oltmanns (1905-1979) vor, das der Künstler im Jahre 1937 im Riesengebirge gemalt hatte. Frau Dr. Brade hatte ihrem Vortrag den Untertitel „Moderne Tendenzen in der Riesengebirgsmalerei vor dem Zweiten Weltkrieg in der Künstlerkolonie Schreiberhau“ gegeben.

In diesem Zusammenhang brachte sie die Treffpunkte der Künstler im Hause von Carl und Gerhart Hauptmann und in der „Lukasmühle“, beide in Schreiberhau (Szklarska Poręba) gelegen, in Erinnerung. Frau Dr. Brade hat in ihrem kenntnisreichen und lebendigen Vortrag anhand ausgewählter Gemälde anderer Künstler, die im Riesengebirge malten, wie etwa Alfred Nikisch, Georg Wichmann, Werner Fechner oder Hans Zimbal, auf die besonderen Ausdrucksformen von Willi Oltmanns hingewiesen. Nicht zuletzt lernten die Teilnehmer darauf zu achten, in wie unterschiedlicher Weise die Riesengebirgsmaler jener Zeit mit der „Unfarbe“ des Schnees umgingen.

Der Vortragsabend hat gezeigt, wie lohnend es ist, einmal ein „besonderes Objekt“ aus dem Schlesischen Museum etwas genauer kennenzulernen. Es erschließen sich ganz neue Perspektiven für den nächsten Besuch im Museum. Die verschiedenen Gemälde mit einer Schneelandschaft aus dem Riesengebirge hängen übrigens im Museum nebeneinander. Für die zweite Jahreshälfte ist ein Vortrag über das neu erworbene schlesische Friedenstuch geplant.

KS