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Ein Wort des Museumsdirektors

Liebe Freunde und Förderer des Schlesischen Museums,
wer von Ihnen in den letzten Wochen und Monaten im Museum war, wird vielleicht bemerkt haben, dass die museale Abgeschiedenheit jetzt des Öfteren durch Kinderlachen und geschäftiges Hin und Her von Jugendlichen durchbrochen wird. Das ist durchaus gewollt.
Gleich nach der Eröffnung der ständigen Ausstellung haben wir nämlich damit begonnen, besondere Angebote für Kinder und Jugendliche zu entwickeln. Denn es bedarf doch – das wurde schnell deutlich - einer gezielten Ansprache, das Thema „Schlesien“ diesen Altersgruppen nahe zu bringen.
Selbst Kindern aus Görlitz ist der unmittelbare heimatkundliche Bezug nicht immer einsichtig; für diejenigen, die in entfernteren Gegenden leben, ist das Thema abstrakt und ohne Verbindung zu der von ihnen erlebten Realität. Auch im Geschichtsunterricht der Schulen ist Schlesien kein Standardthema.
Inzwischen können wir Kindern und Jugendlichen eine Menge bieten. Es gibt spezifische Führungen durch die Ausstellungen für Jugendliche, Programme für Kinder im Vorschulalter (bei dem die kleinen Besucher sich von den Schönhof-Geistern durch die Ausstellung geleiten lassen) und Rätselbögen für Kinder, die zusammen mit ihren Eltern durch das Museum gehen und dabei die Augen offen halten. Man kann im Museum seinen Geburtstag feiern, man kann basteln und auf Schatzsuche gehen.
Bei der Vorbereitung von Sonderausstellungen entwickeln wir immer auch Programme für Kinder: Suchspiele, Bastelideen oder kindgerechte Führungen. Große Nachfrage besteht derzeit nach unserem Angebot zum Porzellanmalen, das wir Kindern im Zusammenhang mit der großen Porzellan-Ausstellung unterbreiten.
Der Kulturreferent für Schlesien, Dr. Michael Parak, erreicht mit seiner vielfältigen Tätigkeit nicht nur die ältere Generation der Schlesier in Deutschland und natürlich auch in Görlitz, sondern in zunehmendem Maße auch Schüler- und Studentengruppen, mit denen er Projekte durchführt und die er zu Führungen ins Museum einlädt.  Im nächsten Jahr bauen wir das Programm weiter aus. Mit Hilfe von Sondermitteln des Sächsischen Staatsministeriums des Innern entstehen Angebote für Schulklassen, die das Museum besuchen. Dazu gehört die Erarbeitung von Materialien, die auch außerhalb der Museumsräume, etwa zur Vor- und Nachbereitung eines Museumsbesuches oder im Rahmen von Projekten in der Schule benutzt werden können. Wenn Sie als Lehrer, Eltern oder Großeltern Bezug zu Schulen haben, können Sie velleicht anregen, dass an „Ihrer“ Schule Kultur und Geschichte Schlesiens in einer Unterrichtseinheit behandelt wird – verbunden mit einem Besuch von Görlitz und des Schlesischen Museums.

Es grüßt Sie herzlich
Ihr
Markus Bauer