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Erster Museumsrundgang, Foto: Matschie

Am 13. Mai 2006 wurde das Schlesische Museum zu Görlitz eröffnet

Das Schlesische Museum öffnete seine Tore – und rund viertausend Besucher kamen und feierten mit. Auf 2000 m² Fläche präsentiert die ständige Ausstellung im aufwändig sanierten Schönhof neun Jahrhunderte schlesische Geschichte. Modernes Ausstellungsdesign und sorgfältig restaurierte Decken- und Wandmalereien im Stil der Renaissance bieten einen eindrucksvollen Rahmen für ca. tausend Exponate. Gleichzeitig wurde die Sonderausstellung »Museumsland Schlesien« eröffnet, in der sich 32 Partnermuseen aus Polen, Tschechien und Deutschland vorstellen.

Der sächsische Ministerpräsident Prof. Dr. Georg Milbradt, der Ehrenvorsitzende der Landsmannschaft Schlesien Dr. Herbert Hupka und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Stiftung Denkmalschutz Prof. Dr. Gottfried Kiesow nahmen an der Festveranstaltung teil und sprachen Grußworte. Ministerialdirektor Prof. Dr. Schäfer überbrachte die Grüße von Kulturstaatsminister Bernd Neumann, der verhindert war. Die Festansprache hielt der Warschauer Kunsthistoriker und führende Denkmalpfleger Polens, Prof. Dr. Andrzej Tomaszewski. Er bezeichnete die Museumseröffnung als ein »bedeutsames kulturpolitisches Ereignis von überregionaler Bedeutung«. Das Museum sei ein »Wegbereiter für einen übernationalen, europäischen Blick« auf die Geschichte Schlesiens. Anschließend fand aus Anlass der Museumseröffnung ein ökumenischer Gottesdienst in der Görlitzer Peterskirche statt. Die Leitung hatten Bischof Prof. Dr. Wolfgang Huber, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, und Bischof Rudolf Müller, Bistum Görlitz. Vertreter polnischer und tschechischer Kirchen wirkten am Gottesdienst mit. In seiner Predigt betonte Bischof Huber den Auftrag zur Versöhnung zwischen Deutschen und Polen, der sich aus der Geschichte Schlesiens ergäbe, und sprach die Hoffnung aus, das neue Museum könnte im Prozess der Verständigung eine förderliche Rolle spielen.

Mit einem Fest in den neuen Räumen des Museums endete der Tag. Görlitzer Gastronomen boten regionale Küche. Der musikalische Bogen spannte sich von mittelalterlichen Klängen aus dem »Glogauer Liederbuch« bis zu Jazz aus dem Wrocław von heute.

Weitere Informationen:

Publikation der Grußworte und Reden

Pressestimmen