Seiten in anderer Sprache:

Druckansicht aufrufen:

Suchbegriff eingeben:

Hauptnavigation:

Unternavigation:

Rybisch-Haus in Breslau, Foto: Herder-Institut Marburg

Sonderausstellung 13.1. bis 25.2.2007

Vor dem Untergang bewahrt.
Projekte der Forschungsstelle für Personalschriften
in Schlesien 1981 - 2005

Die Ausstellung stellt Initiativen zur Erfassung und Restaurierung bedeutender Kulturdenkmäler in Niederschlesien in den Jahren 1981–2005 vor. Diese Projekte wurden von der Forschungsstelle für Personalschriften an der Philipps-Universität Marburg unter der Leitung von Rudolf Lenz angeregt und betreut.

Das erste und umfangreichste Vorhaben war die Ermittlung und Katalogisierung von Leichenpredigten aus dem 16. bis 18. Jahrhundert in Schlesien, einer Hochburg der Barockliteratur. Allein die Universitätsbibliothek Breslau besitzt mehr als 30.000 Trauerschriften.

Während dieses Projektes wurde den Wissenschaftlern aber auch deutlich, dass das kulturelle Erbe Schlesiens – nicht nur die papierenen, sondern auch die steinernen Denkmäler – vom Untergang bedroht war, da es den polnischen Eigentümern, sei es der Volksrepublik bzw. der Republik Polen, sei es den Woiwodschaften, Kommunen und nicht zuletzt der Kirche an den notwendigen Mitteln zu seinem Erhalt und Unterhalt fehlte. Dies war der Impuls, um auf der Basis einer seit 1989 vertraglich geregelten Partnerschaft zwischen den Universitäten Marburg und Breslau und mit Unterstützung deutscher Politiker auch Erhaltungsmaßnahmen weiterer besonders wertvoller Objekte durchzuführen.

Das größte Einzelprojekt war die Restaurierung der Kettenbibliothek der Schlosskirche zu Oels 1997/98. Weitere Projekte waren die Restaurierung des Palais und des Grabmales des Breslauer Patriziers und Humanisten Heinrich Rybisch, des Gemäldes »St. Anna Selbdritt« im Hochaltar der Kirche St. Anna zu Zobten, mehrerer Epitaphe an der Kirche St. Christophori zu Breslau sowie der Nepomuk-Denkmäler in Kammendorf, Breslau-Oswitz und Nippern. Diese Maßnahmen sind vom Bundesministerium des Innern bzw. Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien finanziert worden.