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Günter Grass: Mit Brille neuerdings, Radierung 1974

(c) Steidl Verlag, Göttingen

Sonderausstellung 9.12.2006 bis 4.2.2007

Günter Grass. Grafiken und Skulpturen  

Schriftsteller und Künstler: Günter Grass war immer beides. Der gelernte Steinmetz studierte in den Jahren 1948–1956 Grafik und Bildhauerei in Düsseldorf und Berlin. 1956 veröffentlichte er »Die Vorzüge der Windhühner«, den ersten Gedichtband mit Zeichnungen, und zeigte erste Ausstellungen seiner Grafik und Plastik. Der Durchbruch kam 1959 mit seinem Roman »Die Blechtrommel«. 1999 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Literarisches und bildnerisches Schaffen blieben miteinander verwoben. »Ich zeichne immer, auch wenn ich nicht zeichne, weil ich gerade schreibe …«, sagt der Künstler über sich.

Vor allem wegen seines Engagements für die Verständigung zwischen Deutschen und Polen wurde Günter Grass im Frühjahr 2006 der Internationale Brückepreis der Europastadt Görlitz/Zgorzelec zuerkannt. Als sich Grass im Sommer in seiner Autobiographie »Beim Häuten der Zwiebel« erstmals zu seiner Mitgliedschaft in der Waffen-SS bekannte, geriet er ins Kreuzfeuer der Kritik, auch in Görlitz. Grass zog daraufhin die Annahme des Brückepreises zurück. Die Brückepreisgesellschaft steht jedoch zu ihrer Entscheidung für Günter Grass. Auch das Schlesische Museum hält an seinem Vorhaben fest, in einer Ausstellung den Schriftsteller als bildenden Künstler vorzustellen.

Vernissage am 8.12., 19 Uhr, im Schönhof