Seiten in anderer Sprache:

Druckansicht aufrufen:

Suchbegriff eingeben:

Hauptnavigation:

Unternavigation:

Schlesisches Museum in Görlitz öffnet

Ab 13. Mai ist es für Besucher zugänglich

Lausitzer Rundschau, 06.05.06

Nach mehr als siebenjähriger Vorbereitung öffnet am Samstag, dem 13. Mai, das Schlesische Museum in Görlitz. Die Sammlung gibt den Besuchern einen Einblick in 1.000 Jahre Kulturgeschichte Schlesiens.

Neben alter Handwerkskunst werden Geschichte, Geistesleben, Kunst und Architektur ebenso berücksichtigt wie die Lebens- und Arbeitsbedingungen. Direktor Markus Bauer sagte gestern in Görlitz, das Schwierige an der Sammlung sei, dass einem permanent das Thema »Vertreibung entgegenbricht«. Deshalb sei dieser Aspekt in der Ausstellung allgegenwärtig und biete auch heute Anknüpfungspunkte für die Vertriebenen und ihre Nachkommen.

Außerdem sind im Museum Werke der Klassischen Moderne zu sehen. Es werden Arbeiten von Vertretern der Breslauer Akademie gezeigt. Neben der neuen Dauerausstellung wird auch die neue Sonderausstellung »Museumsland Schlesien« präsentiert.

Pläne für ein Schlesisches Museum in der Bundesrepublik reichen bis in die 70er-Jahre zurück. Davor entstanden in Westdeutschland von Staats wegen geförderte private Sammlungen. Nach einem Bundestagsbeschluss von 1982 war zunächst im niedersächsischen Hildesheim der Standort für die Kulturgeschichtliche Sammlung vorgesehen. Nach der Wende bemühte sich die Stadt Görlitz um das Museum. Getragen wird das Haus von der Stiftung Schlesisches Museum zu Görlitz, an der die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Sachsen, die Stadt Görlitz und die Landsmannschaft Schlesien beteiligt sind. (ddp/mb)