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Elsbeth Siebenbürger: Rübezahl, nach 1945, Holz (Foto: Stekovics)

Landschaften und Städte

Schlesien hat seine Besucher immer wieder überrascht. Als Goethe 1790 nach Schlesien reiste, erlebte er ein »zehnfach interessantes Land« von natürlicher Schönheit und reicher Kultur. Schlesien nimmt für sich ein durch die Vielfalt seiner Landschaften und durch die große Zahl seiner Städte mit bedeutenden Bauwerken und wechselvoller Geschichte. Seine Künstler, Dichter und Wissenschaftler haben wichtige Beiträge zur europäischen Kultur geleistet.

Jahrhundertelang war Deutsch als Landessprache vorherrschend, aber es wurde auch polnisch, mährisch, tschechisch und jiddisch gesprochen. Große europäische Handelsstraßen durchquerten das Land. Das Nebeneinander unterschiedlicher Kulturen begründete den geistigen Reichtum des Landes. Die »schlesische Toleranz« wird gerühmt. Schlesien war und ist ein Land der Gegensätze, aber zusammen machen sie »wie Goethe es empfand« »ein sonderbar schönes, sinnliches und begreifliches Ganzes« aus.

Der Zweite Weltkrieg und die Vertreibung der Deutschen stellten einen tiefen, schmerzlichen Einschnitt dar. Mit der Wende 1989/90 begann eine neue Epoche: Schlesien nimmt wieder seinen angestammten Platz ein, im Herzen des geeinten Europas, als Brücke zwischen den Völkern.