Seiten in anderer Sprache:

Druckansicht aufrufen:

Suchbegriff eingeben:

Hauptnavigation:

Unternavigation:

Werkstätten der Moderne. Lehrer und Schüler der Breslauer Akademie 1903–1932

Schlesisches Museum zu Görlitz, Untermarkt 4,

25.6.2004–25.9.2005

Johannes Molzahn, Gedächtnis Otto Mueller, 1930, Öl/Leinwand,
Foto: SMG, © und Werk-Documentation im Johannes-Molzahn-Centrum® in Kassel

Im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts gehörte Breslau zu den wichtigsten Schauplätzen der modernen Kunstentwicklung in Deutschland. Dies ist auf das Wirken der »Akademie für Kunst und Kunstgewerbe« zurückzuführen. Künstler wie Hans Poelzig und August Endell, später auch Oskar Moll, Otto Mueller und Hans Scharoun prägten den Lehrbetrieb an dieser Schule und suchten nach einer neuen schöpferischen Verbindung von freier Kunst, Kunstgewerbe und Architektur. In dieser Zeit wurde aus der verschlafenen Kunstschule in der preußischen Provinz, 1791 gegründet zur Förderung des heimischen Kunstgewerbes, eine dem Bauhaus ebenbürtige Institution.

Das Schlesische Museum hat 2001/02 die wichtigste Privatsammlung zur jüngeren Geschichte der Breslauer Akademie erworben. Die Sammlung wurde seit 1970 von Hans Peter Reisse in Kassel zusammengetragen und umfasst heute rund 2000 Kunstwerke sowie dokumentarisches Material. Dem großen Engagement des Sammlers ist es zu verdanken, dass viele in der Zeit des Nationalsozialismus, durch Krieg und Vertreibung ins In- und Ausland verstreute Werke und Archivalien erhalten blieben. Aus der bis dahin noch unveröffentlichten Sammlung wurden jetzt rund 180 Werke von 55 Künstlern ausgestellt. Die Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken, Skulpturen und kunsthandwerklichen Objekte boten Einblicke in das erstaunlich breite Spektrum künstlerischer Richtungen, die in diesen Jahrzehnten an der Akademie zu finden waren.

Zur Ausstellung erschien ein umfangreicher Katalog.