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Universität Breslau, kolorierter Kupferstich von
F. B. Werner, 18. Jh.,
Foto: SMG

Die tolerierte Universität. 300 Jahre Universität Breslau 1702–2002

Schlesisches Museum zu Görlitz, Untermarkt 4,
1.3.-27.4.2003

Im Mittelpunkt der Sonderausstellung steht die Geschichte der Breslauer Universität, die im Jahr 2002 ihr 300jähriges Bestehen mit großen Feierlichkeiten beging. Am 15. November 1702 stiftete Kaiser Leopold I. die »Universitas Leopoldina« in Breslau und unterstellte sie dem Jesuitenorden. Mit dieser habsburgisch-katholischen Gründung beginnt die wechselvolle Universitätsgeschichte der schlesischen Hauptstadt. 1741 gelangte die Jesuitenuniversität mit der Eroberung Schlesiens durch Friedrich II. unter preußisch-protestantische Landeshoheit und erfuhr fortan nur in begrenztem Maße Förderung. Erst ab 1811 war der Boden für die überfällige Erneuerung und den Ausbau zu einer Landesuniversität bereitet, als die Breslauer Universität mit der protestantischen Landesuniversität von Frankfurt an der Oder vereinigt wurde. Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges endete die deutsche Universitätsgeschichte: heute gehört die Universität Wroclaw zu den führenden Hochschulen Polens.

Unter dem Titel »Die tolerierte Universität« erarbeitete der Projektbereich Schlesische Geschichte an der Universität Stuttgart unter Leitung von Professor Norbert Conrads eine Ausstellung über das erste Jahrhundert der Institution: über den Kampf um Akzeptanz und Fortbestand, über Reformansätze und Stagnation. Die Ausstellung wurde zunächst in Stuttgart gezeigt. Für die Präsentation im Schlesischen Museum zu Görlitz wurde sie um zahlreiche Exponate erweitert.