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Hans Poelzig in Breslau. Architektur und Kunst 1900-1916

Annenkapelle,
15.7.-2.9.2001

Einer der bedeutendsten Architekten der Moderne steht im Mittelpunkt dieser gemeinsamen Ausstellung des Bauarchivs der Stadt Breslau und des Bundesinstitutes für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa in Oldenburg. Hans Poelzig wurde 1900 an die Königliche Kunst- und Kunstgewerbeschule in Breslau berufen, die unter seiner Leitung 1911 zur Staatlichen Akademie modernster Prägung aufstieg. Aber auch außerhalb seiner Lehrtätigkeit spielte Poelzig bis zu seinem Wechsel nach Dresden (1916) eine wichtige Rolle im Kunstleben Breslaus und regte u.a. die Gründung des Künstlerbundes Schlesien an. Als Architekt erlangte er durch Ausstellungsprojekte wie die »Jahrhundertausstellung« 1913 überregionale Bedeutung. So wurde beispielsweise sein 1911 errichtetes Bürohaus an der ehemaligen Junkernstraße in Breslau zum Prototyp des modernen Geschäftshauses der zwanziger Jahre.

Schwerpunkt der Ausstellung sind Poelzigs Werke in Schlesien und im Raum Posen, die zu einem guten Teil erhalten sind. Präsentiert werden vor allem Entwürfe und Zeichnungen des Architekten aus der Zeit 1900-1916, darunter viele bisher unzugängliche Exponate aus polnischen Museen. Werke von Malern und Bildhauern aus Poelzig Umkreis lassen zugleich die von Umbrüchen und Reformen geprägte Breslauer Kulturszene der Zeit lebendig werden. Ein umfangreicher, reich bebilderter Katalog mit Beiträgen deutscher und polnischer Autoren erläutert Poelzigs Schaffen und die Rezeption seines Werkes.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Breslauer Stadtpräsidenten und des Generalkonsuls der Bundesrepublik Deutschland. Finanziell unterstützt wird sie von der Stadt Breslau, dem Architekturmuseum Breslau, dem Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien, dem Sächsischen Staatsministerium des Innern und dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Qualifikation und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen.